St. Lucia – das Urlaubsparadies in der Karibik – eine Insel zum Träumen
St Lucia ist vulkanischen Ursprungs und die zweitgrößte der Windward-Inseln, die nördlich von St. Vincent und den Grenadinen und südlich von Martinique liegt. Sie beeindruckt mit einer der schönsten Berglandschaften, die sich über die Insel von Nord nach Süd erstrecken, deren höchste Erhebung der Mount Gimmie mit 960 Metern ist. Malerisch wirken die weiten Flußtäler der wichtigsten Flüsse Cul de Sac und Canelles mit ihren kleinen Dörfchen und den bunt bemalten Holzhäuschen und Plantagen. Der tropische Regenwald mit seinen natürlichen Wasserfällen und tropischen Flora und Fauna gleicht einem üppigem Dschungel.
Das Wahrzeichen der Insel sind aber die vulkanischen Bergkegel Gros Piton und Petit Piton, die an der Westküste steil aus dem Meer herausragen. Indianischen Legenden zufolge sollen auf den majestätischen Zwillingstürmen die Götter thronten.
Nicht weit entfernt, befinden sich auch die Sulphur Springs (Vulkanöffnungen), die Schwefel- und andere Gase ausstoßen. Sobald man sich dem Krater nähert, der auch als Drive-In-Vulkan bezeichnet wird, hört man wie er bedrohlich blubbernd vor sich hin brodelt. Den Besuchern bieten sich zahlreiche Möglichkeit für kontrastreiche Unternehmungen wie Spaziergänge am Strand, den Regenwald im Landesinneren zu erforschen oder aber die heiße Quellen am einzigen, mit dem Auto befahrbaren Vulkan der Welt zu bewundern. Im Südwesten liegt Qualibou, ein grandioses Gebiet mit 18 Lavakuppen und 7 Kratern, die unbedingt gesehen werden müssen. Viel Spaß macht es auch, die zerklüfteten Bergpfade auf einem Ausritt zu entdecken, Sport in allen Variationen zu treiben oder einfach nur zu faulenzen und dabei die herrliche Sonne und das Meeresrauschen zu genießen.
Eine geschichtsträchtige Insel
Auf St. Lucia lebten früher Indianer, dann kamen die berüchtigten Piraten und der Sklavenhandel blühte und während des Zweiten Weltkriegs spähten von hier die Soldaten der US-Marine nach deutschen U- Booten aus.
Heute haben sich St. Lucia und vor allem das vorgelagerte Pigeon Island zu einem Magnet für Urlauber aus aller Welt entwickelt. Auf seinem Fort Rodney, spielte sich einst der Großteil der Geschichte der umkämpften Insel ab, denn von hier aus setzte der englische Admiral Rodney 1782 die Segel und zerstörte in einer entscheidenden Seeschlacht die französische Flotte. Heute dokumentiert ein kleines Museum die ereignisreiche Inselgeschichte.
Obwohl Pigeon ein beliebtes Urlaubsgebiet ist, sucht man dennoch vergeblich nach Bettenburgen oder "Ballermann-Bars", dafür locken aber feinsandige Strände, Wasserfälle, Mineralbäder und Schwefelquellen sowie Vulkanreste, Regenwälder, Kokos-, Kakao- und Bananen-Plantagen und bei klarem Wetter bietet das Fort einen fantastischen Ausblick bis nach Martinique.
Die quirlige Hafenstadt Castries mit dem Airport George F.L. Charles liegt inmitten von Hügeln und wurde 1650 von den Franzosen gegründet. Sie ist eine der schönst gelegenen karibischen Städte und das ist auch der Grund dafür, daß internationale Kreuzfahrtschiffe im quirligen Hafen am Pointe Seraphine vor Anker gehen. Um hautnah den Inselalltag in Castries erleben zu können, geht man am besten am Wochenende in die Markthallen. Hier bieten die Kleinbauern ihre farbenprächtigen Erzeugnisse wie Obst, Gemüse und die von ortsansässigen Künstlern geschaffen handgefertigte Souvenirs, zu denen auch die Murals (Dekorationsmalerei) gehören, feil. Man wird von der karibischen Lebensart mitgerissen, so daß dieses Spektakel ein Fest für die Sinne sowie für den Geldbeutel ist, denn die Preise sind gepfeffert ! Die hohen Preise gelten auch für die Geschäfte sowie das nahe gelegene Shoppingcenter, die trotzdem zum ausgedehnten Shopping verführen.
Danach entspannt man sich am besten am Derek Walcott Square, benannt nach dem berühmteste St. Lucianer, der 1992 den Literaturnobelpreis erhielt. Hier steht auch der 400 Jahre alter Samaan-Baum, der in der Wärme angenehmen Schatten spendet, zu dem erklingt aus der katholischen Kathedrale aus dem 19. Jahrhundert gleich nebenan ein wunderbarer Gospelgesang. Danach lohnt es sich, das renovierte Government House zu besuchen, es ist sehenswert. Ein gemütlicher Fußmarsch entlang der Hauptstraße führte zum Hafen von Rodney Bay Marina, wo zahlreiche Segelboote von unterschiedlichsten Größen vor sich hin dümpelten. An der Westküste südlich von Castries liegt das malerische Fischerdorf Anse La Raye, hier bauen die Einheimischen ihre Boote aus Gummibäumen und die Segel werden aus Hühnerfedern gefertigt. Marigot Bay und das nicht weit entfernt liegende Cul de Sac mit den drei großen Bananenplantagen ist ein wahres Paradies für Segler.
Tanz in den Straßen
Die Bevölkerung, die tagsüber alles etwas ruhiger und langsamer angehen läßt, zeigt erst abends beim Feiern und Tanzen ihr wahres Temperament. Bei Reggae- und Limboklängen, die oft kreischend und kratzend aus den alten Transistorradios erklingen, wird in den Straßen bei fröhlich ausgelassener Stimmung getanzt, so daß man das karibische Temperament hautnah miterlebt. Eigentlich ertönt über das ganze Jahr besonders in den Discotheken, Bars und bei Straßenfesten wie auf der Hauptstraße von Gros Islet (immer freitags Tanz), Reggae und Calypso sowie der französisch-kreolischer Zouk.
Der malerische Fischerort Soufrière
besticht mit Architektur aus der französischen Kolonialzeit und den sehr farbenfrohen Häusern mit ihren Arkaden und dem Tiefseehafen, der sich an den Ausläufern zweier erloschener Vulkane, den Pitons befindet.
Dem Dschungelrand folgt gleich der malerische Strand mit seinen kleine Fischerbooten, die auf ihren Einsatz warten sowie den sehr schönen Hotels. Die Yachthäfen, zu denen auch Rodney Bay gehört, locken mit gemütlichen Pubs und Restaurants. Ein besonderes Vergnügen bereiten die Bootsausflüge mit Katamaranen, Jachten und Briggs, mit denen man die Insel wunderschön einmal vom Wasser aus erkunden kann. Danach wirft man irgendwo den Anker und genießt die herrliche Stille beim Picknick.
Das „Anse Chastanet“ bei Soufrière im Süden
zählt mit seinen 49 Zimmern und Suiten und dem einzigartigen Ausblick auf die Piton-Berge, dem Wahrzeichen der Insel, zu den romantischsten Hideaways der Karibik. Sein neues Schwesterhotel, das „Jade Mountain“, stellt mit seinen 24 Design-Suiten ein architektonisches Juwel dar. Bei Vieux Fort lockt das neueröffnete „Coconut Bay Beach Resort & Spa“ mit 254 Zimmern und All-Inclusive Service. Die „Coco Resorts“ mit zwei individuell gestalteten Boutiquehotels – dem „Coco Kreole“ mit 20 Zimmern und dem „Coco Palm“ mit 95 Zimmern und Suiten - liegen im Herzen des Rodney Bay Village, im Norden der Insel.
Eine wunderschöne intakte Natur
Die Straße führt weiter durch dichten Regenwald nach Fond St. Jacques, wo sich auch die spektakulären mineralgefärbten Diamond-Wasserfällen befinden, die in Kaskaden in die Tiefe fallen. Sie liegen umgeben von hoch aufragenden Palmen, üppigen Farnen, tiefgrünen Moosen sowie Felsen. Inmitten eines botanischen Gartens liegen die Mineralbäder mit ihren dampfenden Schwefelquellen und brodelnden Schlammtümpel, die hier einst König Ludwig XVI. für seine Truppen bauen ließ.
Ein herrlicher Wanderpfad führt durch den Rain Walk Forest, der ein Stück ursprünglicher Regenwald ist. Seine in Hülle und Fülle unglaublich tropische Vegetation zu der Hibiskus, Caesalpinien, Frangipanibäume, Jasmin, Orchideen und Kakaostauden gehören, ist beeindrucken und sucht seines Gleichen.
St. Lucia, „das Kronjuwel der Antillen“ bietet bis heute keinen Massentourismus. Es scheint, als wurde die Insel entspannt im Dornröschenschlaf vor sich hin dämmern und trotzdem erlebt man hier hautnah englisches und französisches Flair, das mit karibischer Lebensfreude gepaart ist.
Info-Tipp
Reisepass: ja Visum: nein Einreisebestimmungen: Rückflugticket, bei Ausreise: Flughafensteuer von 68,-- fälligECS Klima: tropisches Klima, Juni – Nov. etwas mehr Niederschläge Beste Reisezeit: ganzjährig warm Kleidung: leichte legere Baumwollkleidung Impfungen: keine Währung: Ostkaribische Dollar ECS ist an den US Dollar gebunden Kreditkarten: alle gängigen Kreditkarten Zeit: Sommer: -6 Std., Winter: –5 Std. Strom: 110 bis 120 V, Zwischenstecker erforderl. Sprache: Englisch , Patois (Franz. Kreolisch) Auto: nationaler Führerschein, sehr enge kurvenreiche Straßen Telefon: Handy , Internetcafés, in Hotels sogar kostenlose WLAN Hotspot
Info-Telefon
St. Lucia Tourism Board C/o A.R.T. Marketing Düsseldorf Tel.: 0211 16 75 40 - 12 ; Fax: -- -11 www.stlucia.org
|